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Der Blutdruck ist erhöht, wenn er einen Wert von 140 zu 90 mmHg in 3 Einzelmessungen in der Praxis übersteigt. Aussagekräftiger als der Praxisblutdruck (z.B. „Weißkitteleffekt“) ist die Blutdruckmessung zuhause durch Sie selbst. Ergeben 5 morgendliche Messungen nach dem Aufstehen im Sitzen einen Durchschnitt von über 135/85 mmHg ist die Diagnose Hypertonie wahrscheinlich. Die definitive Diagnosestellung und Behandlungsüberwachung sollte jedoch durch eine 24-Stunden-Blutdruckmessung erfolgen, bei der am Tage und in der Nacht durch ein tragbares Gerät regelmäßige automatische Messung erfolgen. Der Durchschnitt aller registrierten Werte sollte nicht mehr als 130 zu 80 mmHg betragen. Bei Zucker- und Nierenkranken ist der Grenzwert noch niedriger zu formulieren (< 125/75 mmHg). Eine moderne Form der Blutdruck- und Therapieüberwachung bietet insbesondere nach Änderung der Blutdruckmedikamente die Telemetrie (hierzu in Kurze mehr).
Selten verursacht ein erhöhter Blutdruck für den Patienten offensichtliche Beschwerden. Häufig hat man sich an den morgendlichen Kopfschmerz, Schwindel und den „roten Kopf“ bei Anstrengung oder Aufregung gewöhnt. Und doch handelt es sich in vielen Fällen um erste Anzeichen für Hypertonie. Andere Symptome sind Luftnot, Druck-, Schmerz- oder Engegefühl in der Brust, Sehstörungen oder Übelkeit.
In über 95 % ist die Hypertonie auf eine familiäre Veranlagung und das Zusammenwirken von äußeren Faktoren:

  • Zu reichhaltige insbesondere salzhaltige Ernährung
  • Übergewicht
  • übermäßiger Alkoholkonsum
  • Stress
  • Bewegungsmangel
  • Rauchen

Diskutiert wird die ursächliche Bedeutung eines genetisch bedingten Ungleichgewichts zwischen die Blutgefäße entspannenden und verrengenden körpereigenen Substanzen.
In Deutschland sterben noch immer mehr Menschen an den Folgen der Hypertonie als an Krebs.
Ein lange bestehender Bluthochdruck schädigt die Adern, sodaß es zu Verengungen, der Atherosklerose, und damit zu einer verminderten Sauerstoffversorgung von Organen kommen kann. Dies kann alle Gefäßregionen des Körpers betreffen und zu z.T. lebensbedrohlichen Komplikationen führen:

  • Schlaganfall
  • Herzinfarkt
  • Herzmuskelschwäche
  • „Schaufensterkrankheit“
  • Sehverschlechterung
  • Nervenschädigung, Demenz
  • Nierenversagen

Das Risiko steigt mit der Zahl zusätzlich vorliegender Gefäß-schädigender Erkrankungen insbesondere bei einer Zuckererkrankung.
Jährlich beraten Spezialisten (Deutsche Hochdruckliga e.V., European Society of Hypertension, International Society of Hypertension), wie eine optimale Bluthochdrucktherapie nach modernsten Erkennntnissen aussehen kann. Neben der konsequenten Einhaltung nicht-medikamentöser Maßnahmen wie ...

  • eingeschränkter Alkoholkonsum
  • Gewichtsreduktion
  • Salzrestriktion

... kommt es auf die Qualität der Blutdrucksenkung und die Auswahl des richtigen Medikamentes an. Denn nicht alle Antihypertensiva weisen neben blutdrucksenkenden auch organschützende Eigenschaften wie ACE-Hemmer und Angiotensin-Blocker auf. Einige steigern sogar das Risiko, im Alter an Diabetes zu erkranken.
Die frühzeitige interdisziplinäre Betreuung eines Hochdruckpatienten insbesondere mit eingeschränkter Nierenfunktion und/oder Zuckerkrankheit durch Hausarzt, Diabetologen, Kardiologen, Gefäßspezialisten (Angiologen) und Nephrologen und die Ausschöpfung nicht-medikamentöser Maßnahmen in einem gut funktionierenden regionalen Netz kann schwerwiegende Schäden an Niere, Herz und Gefäßen hinausschieben und in vielen Fällen sogar verhindern.

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